Die Burgen der Pfalz

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Die Pfalz ist gerade wegen ihrer großen Anzahl an Burgen sehr beliebt. In den einzelnen Landkreisen von Rheinland-Pfalz reihen sich Burgen fast schon wie Perlen auf einer Perlenkette aneinander. Die Burgen der Pfalz zeigen eindrucksvoll wie begehrt das Land schon lange in vorchristlicher Zeit war. Schon in keltischer Zeit war der Pfälzerwald Lebensraum für Jäger und Sammler. Ringwälle aus dieser Zeit deuten darauf hin, dass es schon richtige Dörfer und Siedlungen gab. Im Mittelalter ließen Landesherren imposante Burgen errichten um ihr Land zu verteidigen. Jede Burg in der Pfalz kann von großen Kriegen berichten und steht auch heute noch für die Heldentaten ihrer Bauherren sowie ihrer Besitzer.

Burgen in Landkreisen des Pfälzerwaldes

Alle Burgen in den zwanzig Landkreisen von Rheinland-Pfalz können in einem kurzen Blog Artikel nicht behandelt werden. Aber Wikipedia bietet dazu eine eindrucksvolle Liste. Die zusammenhängenden Landkreise mit Burgen innerhalb des Pfälzerwaldes sind die Landkreise Südwestpfalz (29 Burgen), Südliche Weinstraße (19 Burgen), Bad Dürkheim (12 Burgen), Kaiserslautern (15 Burgen) sowie die Städte Landau in der Pfalz als ehemalige Festung und Neustadt an der Weinstraße (5 Burgen).

Zustand der Burgen im Pfälzerwald

Auch der Zustand der Burgen ist so vielfältig wie er vielfältiger nicht sein könnte. Von abgegangenen Burgen, wo es sich nur schwer erahnen lässt ob da mal eine Burg war, bis hin zu restaurierten Burgen im Privatbesitz ist alles möglich. Eine wohl der bekanntesten Felsburg kann auf der Annweilerer Burgentour besichtigt werden. Die Reichsburg Trifels ist eine nicht originalgetreu restaurierte Burg die ihre Entstehung im 11. Jahrhundert hatte. Auf einer Burgführung können die Reichskleinodien bewundert werden. Nicht zuletzt wegen der Sage von Richard Löwenherz, der zur Zeit des Dritten Kreuzzuges auf der Reichsburg Trifels gefangen war, ist die Reichsburg Trifels sehr bekannt.

Die zur Trifelsgruppe gehörenden Burgruinen Anebos und Scharfenberg Münz bei Anweiler sind durch den 2,4 km langen Bundsandsteinpfad verbunden. Der Zustand von Burgruine Anebos gilt als imposante Felsformation. Ein Grundgerüst aus Ringmauer, einem Wehrturm sowie Höhlengewölben die als Kerker dienten sind noch bei der Burgruine Scharfenberg Münz erhalten.

Burgruinen mit Burgrestaurant und herrlicher Aussicht

Ebenfalls im Landkreis Südliche Weinstraße befinden sich die gut erhaltenen Höhenburgen, Burg Landeck und Madenburg. Diese Burgruinen sind bewirtschaftet. Im mittelalterlichen Flair gibt es hier warme Küche mit Pfälzer Spezialitäten. Burg Landeck ist sogar mit dem Auto zu erreichen. Als Burgen am Rande des Pfälzerwaldes bieten sie zudem eine herrliche Aussicht in die Rheinebene.

Durchgängig warme Küche auch an Sonn- und Feiertagen gibt es in der Höhengaststätte der Burgruine Rietburg. Die Burgruine Rietburg kann ganz bequem mit dem Sessellift Rietburgbahn erreicht werden. Von der Talstation in der Nähe von Villa Ludwigshöhe geht es in einer achtminütigen Fahrt direkt zur 550 Meter hoch gelegenen Rietburg.

Eine Rietburg Wanderung ist auf jeden Fall aber auch zu empfehlen. Aus der Mitte des malerisch gelegenen Winzerdorfs Rhodt startet ein Wanderweg mit dem roten Punkt. Vorbei an den historischen Winzeranwesen führt dieser Wanderweg aus Rhodt hinaus, zunächst in die Weinberge. Durch die ständigen sanften aber nicht zu unterschätzenden Höheunterschiede verlassen wir nun die Weinreben Landschaft. Kurz vor der Villa Ludwigshöhe geht es in den Pfälzerwald. Auf steil ansteigenden Waldpfaden geht es dann zur Ruine Rietburg. Schon auf dem Weg zur Rietburg bieten sich schöne Aussichtspunkte mit dem Blick auf Rhodt und die umliegenden Dörfer.

Der Wanderweg mit dem roten Punkt ist ein Regionaler Wanderweg des Pfälzerwaldes der über seine ganze Länge von Hertlingshausen bis zum Grenzübergang nach Kehlingen führt. Auf kürzeren Teilabschnitten führt die Wanderung nicht nur zur Ruine Rietburg sondern auch noch zur Ruine Kropsburg sowie zur Ruine Neidenfels und der Heidenburg.

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